Die Devensivarbeit der Flensburger ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Der Magdeburger Spielmacher Stian Tönnesen lief ungehindert seine Bahnen und konnte seine Nebenleute in Szene setzen. Ein ums andere Mal taten sich Lücken in der SG-Abwehr auf, die vor allem Jure Natek zu nutzen wußte und mit 10 Treffern bester Schütze der Partie war.
Magdeburgs Trainer Frank Carstens: "Wir haben sehr ruhig gespielt und versucht mit langen Ballwechseln das Spiel immer wieder zu beruhigen. Wir hatten allerdings auch das Glück auf unserer Seite. Immer wenn wir eine Aktion brauchten, haben wir durch überragende individuelle Leistungen bei denen man Gerri Eijlers und Jure Natek einfach mal hervorheben muss, Aktzente setzen können."
Auch das Torhütergespann der SG war wie schon bei der Saisoneröffnung in Wetzlar nicht in der Lage entscheidend mitzuwirken. Sören Rasmussen, der die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand, parierte zwar zwei 7-Meter, konnte jedoch ansonsten wenig halten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Trainer Per Carlén mit der Kombination Tamas Mocsai und Victor Szilagyi etwas in Bewegung zu setzten, doch auch diese Variante brachte keinen Erfolg. Vom 11:14 Halbzeitstand konnte sich Magdeburg über 11:15, 12:17 und in der 36. Spielminute auf 15:20 absetzen. Zwei Minuten später konnte die SG mit einem Tor von Lasse Boesen zwar auf 17:20 verkürzen, doch mit den nächsten zwei Treffern stellte Magdeburg den 5 Tore Vorsprung wieder her. Beim 18:24 in der 42. Spielminute waren es sogar 6 Tore Vorsprung.
Trainer Per Carlén versuchte es dann mit der Variante Patrik Fahlgren in der Mitte und Petar Djordjic im linken Rückraum. Zunächst schien dies auch etwas zu bringen. Es war mehr Bewegung in der Offensive zu erkennen und die SG konnte sich bis zur 55. Spielminute noch einmal auf 3 Tore zum 27:30 herankämpfen. Als Lasse Boesen 3 Minuten vor Schluss jedoch völlig frei an Gerrie Eijlers scheiterte war die Partie entschieden.
SG-Manager Holger Kaiser auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Es war zusammengefasst wirklich ein grottiges Spiel und wir haben als Mannschaft nicht überzeugt. Wir haben heute nicht an die geschlossene Mannschaftsleistung der letzten Saison, wo jeder in der Abwehr für den anderen kämpft angeknüpft. Heute waren wir sechs Einzelspieler auf dem Spielfeld. Wir müssen Geduld haben mit der Mannschaft. Spiele wie heute passieren im Sport, aber ich denke wir alle haben großes Vertrauen in die Mannschaft und vor allem auch in unseren Trainer, dass wir kurzfristig wieder an die alten Zeiten anknüpfen können und uns wieder als Mannschaft präsentieren.
Statistik:
SG Flensburg-Handewitt – SC Magdeburg 29:33 (11:14)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (9 Paraden), Rasmussen (3/2 Paraden, 32.-44, bei zwei 7m) – Karlsson (1), Carlén (3), Eggert (3/3), Fahlgren (3), Mogensen (5), Svan Hansen (6), Djordjic (2), Mocsai (1), Heinl, Szilagyi (1), Boesen (4)
SC Magdeburg: Eijlers (21/2 Paraden), Schulz (bei einem 7m) – von Olphen (5), Weber (1), Grafenhorst (3), Tönnesen (4/2), Jurecki (3), Coßbau (4), Wiegert (1), Natek (11), Landsberg (1)
Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach)
Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Karlsson 2, Heinl 2, Szilagyi 2 – Grafenhorst 4, van Olphen 2)
Siebenmeter: 4/3:4/2 (Eijlers hält gegen Fahlgren – Rasmussen pariert zwei Mal gegen Weber)
Zuschauer:5820
Spielverlauf: 1:0 (4.), 2:4 (7.), 4:6 (11.), 6:6 (15.), 7:9 (20.), 9:10 (24.), 9:12 (26.), 11:13 (29.) – 11:15 (31.), 12:17 (33.), 15:20 (36.), 17:20 (38.), 17:22 (40.), 18:24 (42.), 19:25 (44.), 21:25 (45.), 22:27 (49.), 24:29 (52.), 26:29 (54.), 28:31 (58.)
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