Die Gäste aus Turin, bei denen der ehemalige Bundesligaspieler Diego, bis 2009 in Diensten des SV Werder Bremen, präsentierten sich bis auf wenige Ausnahmen, während der Partie beinahe lustlos.
Dabei begann das Spiel in den ersten fünf Minuten mit Vorteilen für den italienischen Rekordmeister. Nach einer Flanke von Diego, wird ein Kopfball der Italiener gerade noch zur Ecke abgewehrt. Nur wenige Sekunden später verzieht Albin Ekdal, im Anschluss an einen Diego Eckball, seinen Distanzschuss. Dann kommt der HSV. Nach einem schönen Pass von Ze Roberto, setzt sich Paolo Guerrero auf der rechten Angriffsseite durch und kommt zum Schuss. Doch Juve Torhüter Marcos Storari, der den verletzten Stammtorhüter Gianluiggi Buffon vertritt, kann den Ball zur Ecke abwehren. Nach 17 Minuten dann die größte Chance für Juventus Turnin. Nachdem HSV Neuzugang Dennis Diekmeier, der erst einen Tag zuvor zum Team stieß, den Ball verstolpert, kommt David Trezeguet an den Ball. Doch auch der Franzose verstolpert und so kann die HSV Abwehr den Welt- und Europameister von 1998 und 2000, am erfolgreichen Torschuss hindern. Im Gegenzug scheitert Guerrero, am gerade noch reagierenden Storari. Nur vier Minuten später ist der Juve Schlussmann erneut auf dem Posten, als Mladen Petric ihn mit einem satten Freistoss aus zwanzig Metern prüft.
Nach einer knappen halben Stunde die große Führungschance für den HSV. Jonathan Pitroipa setzt sich auf der linken Seite durch und scheitert zunächst an Storari. Der Ball kommt wieder zum 24 jährigen, der den Ball auf Petric passt, den ihn jedoch am Tor vorbeischlenzt. Gleiches wiederfährt auf der Gegenseite Diego, der in der 35. Minute mit einem Freistoss nur knapp das Ziel verfehlt. In der 39. Minute dann wieder eine Chance der Gäste. Nach einer Diego Flanke, kommt Trezeguet zum Kopfball und findet in HSV Torhüter Frank Rost seinen Meister. So geht es torlos in die Pause, aus der beide Mannschaften mit wenig Esprit kommen. Zwar hat Petric zwei Minuten nach dem Wechsel mit einem strammen Schuss die Chance zur Hamburger Führung, doch der kroatische Nationalspieler findet wieder in Stroari seinen Meister. Fünf Minuten später muss Ze Roberto nach einem bösen und unnötigen Foul verletzt vom Platz. Danach verflacht das Spiel und nimmt erst in der 65. Minute wieder etwas Fahrt auf.
Alessandro Del Pierro, Rekordspieler von Juventus Turin und Weltmeister 2006, prüft mit einem raffinierten Freistoss Rost im Tor der Hanseaten. Fünf Minuten später setzt sich Pitroipa auf der linken Seite durch, doch seine Flanke kann Marcus Berg mit dem Kopf nicht entscheidend platzieren und so geht der Ball vorbei. Kurz darauf trifft der Schwede nur den Pfosten, der ihm in der 79. Minute abermals, nach einem fulminantem Fernschuss, im Wege steht. Durch einige Wechsel geht die dann eh dünne Luft aus diesem Testspiel gänzlich raus. Am Ende bleibt es beim torlosen Remis, dass den Gästen aus Turin eher schmeichelt.
Nach dem Spiel war Mittelfeldmotor David Jarolim dann auch nicht ganz zufrieden. „Wir haben uns einige gute Chancen erspielt, aber sie leider nicht reingemacht. Wir hätten das eine oder andere Tor schießen und damit das ySpiel gewinnen können.“ Neuzugang Dennis Diekmeier, der neunzig Minuten durchspielte, sah seinen ersten Auftritt so: „Ich will erst einmal vernünftig trainieren und versuchen, in die Mannschaft reinzukommen. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Auf die Arbeit mit Co-Trainer Michael Oenning freue ich mich natürlich, denn er hat mich in Nürnberg gefördert und durch ihn habe ich den ersten Sprung in meiner Bundesligakarriere geschafft.“
Unter dem Strich, wirkte der HSV wesentlich weiter in der Vorbereitung, als die Gäste aus Turin. Und der Bundesligadino hat noch einige tolle Tests auf dem Programm, bevor am Sonntag, 15. August, im mecklenburgischen Torgelow, mit der 1. DFB-Pokalrunde, der „Ernst des Lebens“ beginnt. Dabei kommt noch einmal Schleswig-Holstein in den Genuss eines internationalen Leckenbissens, wenn der HSV am Sonntag, 8. August, im Flensburger Stadion auf den spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona trifft. Der Anpfiff erfolgt dann um 17 Uhr.
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