Dabei begann der Start in die Begegnung äußerst verheißungsvoll für die Gastgeber von der Elbe. Bereits in der zweiten Minute, flankt Dennis Aogo in den Berliner Strafraum. Dort kommt Marcell Jansen völlig freistehend an den Ball. Doch anstatt das runde Leder zu stoppen und einen kraftvollen Schuss anzubringen, versucht der Nationalspieler es mit einem Hackentrick. Der Abschluss ist aber zu schwach, so das Hertha Torhüter Jaroslav Drobny keine Mühe hat, den Ball zu parieren. Drei Minuten später können weder Eljero Elia, noch Ze Roberto, eine Jansen Flanke zum Torschuss verwerten. Weitere drei Minuten später, geht eine Direktabnahme von Jansen weit über das Gästetor. Zwei Minuten später stehen sich Janen und Ze Roberto, nach starkem Elia Zuspiel, gegenseitig im Weg und verpassen den entscheidenden Torabschluss.
In der 14. Minute ist der HSV allerdings im Glück, als Adrian Ramos einen Freistoss von Pal Dardai in die Arme von Torhüter Frank Rost köpft. In der zwanzigsten Minute dann wieder der HSV. Doch Aogo verzieht eine Direktabnahme, nach einer Ze Roberto Ecke, nur ganz knapp. In der 32. Minute hat Ramos auf der Gegenseite dann die Chance, die Bundeshauptstädter in Führung zu bringen. Doch zunächst geht sein erster Versuch weit über das Tor, den zweiten Schuss pariert Rost und hat den Ball im Nachfassen sicher. Wie aus dem Nichts, fällt dann in der 40. Minute der 1:0 Führungstreffer für den Bundesligadino. Tunjay Torun lässt auf der rechten Angriffsseite die komplette Berliner Abwehr alt aussehen und tankt sich mit einem schönen Dribbling in den Strafraum durch. Dort wird er regelwidrig zu Fall gebracht. Doch Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer lässt Vorteil gelten, da der Ball bei Marcell Jansen landet und dieser keine Mühe hat, den Ball zum vielumjubelten Führungstreffer einzuschießen. Eine Minute später haben die Gastgeber die Chance zu erhöhen. Doch Ze Roberto verzieht seinen Schuss aus halbrechter Position nur knapp.
Nach dem Seitenwechsel sucht der HSV die schnelle Vorentscheidung. Vierzig Sekunden nach dem Wiederanpfiff flankt Aogo in den gegnerischen Strafraum, Ze Roberto lässt den Ball geschickt zu Mladen Petric durch, doch der Kroate schießt den Ball völlig überhastet weit über das Tor. Drei Minuten später haben die Berliner den Torschuss förmlich auf den Lippen. Doch nach schöner Vorarbeit von Cicero, schießt Ramos den Ball aus drei Metern an die Querlatte. Danach nehmen die Gäste das Spiel mehr und mehr in die Hand, hundertprozentige Torchancen, kommen zunächst allerdings nicht zustande. In der 64. Minute kommt Ruud van Nistelrooy, für den blassen Mladen Petric, der ohne ein Wort in die Kabine geht. Doch aus dem HSV Mittelfeld kommt zu wenig, um den Niederländer in Szene zu setzen. Auch der ebenfalls eingewechselte Piotr Trochowski, kann das Heft des Geschehens nicht an sich reißen und bietet eine schwache Vorstellung.
In der 75. Minute verzieht Jansen einen Schuss, nur zwei Minuten später, verpassen Artur Wichniarek und Fabian Lustenberger eine scharfe Raffael Hereingabe. In der 87. Minute ist ein Dardai Kopfball kein Problem für Rost, der eine Minute vor dem Abpfiff abermals gegen Wichniarek und Lustenberger auf dem Posten ist. Eine Minute später, hat Ruud van Nistelrooy die Chance auf die Vorentscheidung. Doch von Levan Kobiashvili stark bedrängt, scheitert „Van the Man“ am herauseilenden Drobny. Eine Minute später stürmen van Nistelrooy, Guy Demel und Trochowski auf das Berliner Tor zu. Doch anstatt die beiden besser postierten Mitspieler in Szene zu setzen, schießt Trochowski selbst in Richtung Tor. Doch der Schuss ist zu schwach und geht weit am Tor vorbei. Demel und van nistelrooy beschweren sich zurecht beim deutschen Nationalspieler, der bei seinem Kurzeinsatz erneut seine durchaus vorhandene Klasse schuldig bleibt. Am Ende erlöst der Schlusspfiff den HSV, der nach eine schwachen Leistung zumindest drei wichtige Punkte, um einen Startplatz in Europa eingefahren hat. jös
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