21. Februar 2010 - 16:58 Uhr

HSV - Frankfurt 0:0

(jös) - Das Bundesligaduell der beiden Traditionsvereine von der Elbe und aus Hessen, endete mit einem mageren und torlosen Remis. Dabei wirkten die favorisierten Gastgeber, nur knappe 41 Stunden nach dem Abpfiff der Europaleaguepartie gegen den PSV Eindhoven, sehr müde und nicht zielstrebig genug. Zudem musste Trainer Bruno Labbadia auf den neuen Superstar Ruud van Nistelrooy verzichten, der das Abschlusstrainig wegen muskellärer Probleme abbrach und sicherheitshalber geschont wurde.

So wirkten die Gäste frischer und machten mit ihrer guten Raumaufteilung, den Hamburgern über die gesamten neunzig Minuten das fußballerische Leben schwer. So dauerte es bis zur 25. Minute, ehe der HSV seiner erste hochkarätige Torchance hatte. Nach einer Flanke von Jerome Boateng, löste sich Marcus Berg geschickt von der Frankfurter Abwehr. Doch der Schwede köpfte knapp am von Oka Nikolov gehüteten Gästetor vorbei.

Die läuferisch starken Gäste haben zwar die besseren spielerischen Ansätze, aber auch bei ihnen blieben Torchancen Mangelware. So war der erste Aufreger der Hessen, ein Distanzschuss vom stark aufspielenden Selim Teber. Doch sein Ball, geht ebenfalls am Tor vorbei. Sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff haben die 56196 Fans den Torschrei auf den Lippen, als der HSV seine bis dahin beste Chance hat. Der immer besser werdende Verteidiger David Rozehnal flankt in den Gästestrafraum. Dort kommt Tunjay Torun sträflich frei zum Kopfball, setzt diesen aber völlig überhastet neben das Tor der Frankfurter, so das der türkische U 21 Nationalspieler die Führung vergibt, ebenso wie Mladen Petric, der nur kurz darauf ein abermaliges Rozehnal Zuspiel verpasst. So geht es mit dem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang ist den Hamburgern zwar der Willen, aber auch die Müdigkeit aus dem Europaleaguespiel anzumerken. Denn durch ihr gutes Stellungs- und Laufspiel, zwingen die Gäste den HSV immer wieder zu Fehlpässen. Doch die nötige Konsequenz, bei den schwächelnden Hamburgern drei Punkte einzufahren, lässt auch das Team von Michael Skibbe vermissen. Nur einmal, haben die Gäste die mögliche Führung auf dem Fuß. Nachdem Frank Rost einen Schuss von Marco Russ parieren kann, klärt Boateng den Abpraller kurz vor der Torlinie, vor dem einschussbereiten Patrick Ochs.

In den letzten fünf Minuten des Spiels, mobilisiert der HSV dann seine letzten Kräfte und setzt die Gäste noch einmal unter Druck. Zunächst verpasst Petric ein Zuspiel von Ze Roberto und kommt so nicht zum Abschluss. Auch Piotr Trochowskis Torschuss bleibt in der Frankfurter Abwehr hängen. Die größte Aufregung dann zwei Minuten vor dem Abpfiff. Guy Demel setzt sich auf der rechten Angriffsseite durch und legt im Strafraum den Ball an Christoph Spxcher vorbei und kommt zu Fall. Doch der Pfiff von Schiedsrichter Markus Wingenbach, der sein erstes Bundesligaspiel leitet, pfeift zurecht keinen Elfmeter. Denn Demel sucht den Kontakt, wird von Spycher aber nicht berührt, so das es sich bei dem Fall des Ivorers um eine Schwalbe handelt.

Am Ende bleibt es bei dem gerechten Remis, in einem insgesamt schwachen Bundesligaspiel. Der HSV steht nun vor einer schweren Woche, mit den beiden Auswärtspartien beim PSV Eindhoven (Europaleague – Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr live auf Sky und Sat 1) und dem FC Bayern München (Sonntag, 28. Februar, 17.30 Uhr live auf Sky).

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