13. Februar 2010 - 19:17 Uhr

HSV siegt 3:1 beim VFB Stuttgart!

(jös) - Die Fußballbundesliga ist um eine Attraktion reicher. Der beste Torjäger des letzten Jahrzehnts, bereichert die Beletage des deutschen Fußballs. Mit einem Doppelschlag binnen neunzig Sekunden, sorgte der 33 jährige Niederländer für den 3:1 Sieg seines HSV, beim zuletzt so starken VFB Stuttgart.

Die Begegnung zwischen den wiedererstarkten Gastgebern und dem Bundesligadino, begann mit leichten Vorteilen für die Gäste aus der Hansestadt, begann zunächst schleppend. Den ersten Aufreger gibt es erst in der 18. Minute. Pavel Pogrebnyak kommt im HSV Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin lässt weiterspielen. Zurecht, denn HSV Verteidiger David Rozehnal zieht das Bein noch im letzten Moment weg, so das es kein Foulspiel ist. Vier Minuten später dann Aufregung im Stuttgarter Strafraum, weil Christian Molinaro den Ball mit der Hand aus der Gefahrenzone gebracht haben soll. Doch nur eine Minute später, ist der HSV erfolgreich. Nach einem schönen Pass von Verteidiger Guy Demel, setzt sich Stürmer Marcus Berg gegen Serdar Tasci und Matthieu durch uns schießt zur 1:0 Führung für den Bundesligadino ein. Jens Lehmann hatte keine Abwehrchance.

Doch nur drei Minuten später muss sein Gegenüber Frank Rost zweimal auf dem Posten sein, als er einen Schuss von Molinaro und einen Kopfball eines eigen Mitspielers, aus dem Gewühl parieren muss. In der 30. Minute, zieht Piotr Trochowski aus halbrechter Position ab. Doch Lehmann, kann mit einer Glanzparade das 0:2 verhindern. Wenig später geht ein Schuss von Alexandr Hleb weit am Hamburger Tor vorbei. In der 34. Minute kommt Pogrebnyak abermals im Sechszehner der Hamburger zu Fall. Thomas Rincón, traf den Stuttgarter Stürmer am Fuß. Es hätte Elfmeter geben können, doch Pogrebnyak hob ein zweites Mal zu spektakulär ab, so das der Pfiff des Unparteiischen Aytekin ausblieb.

Eine Minute später, setzt Timo Gebhart zu einem gefährlichen Schuss an, der jedoch knapp über das Gästetor geht. Nur zwei Minuten später, pariert Rost einen Schuss von Sami Khedira aus dem Hinterhalt. Der HSV ist zu diesem Zeitpunkt im Glück, hat aber nur eine Minute später die Chance auf 2:0 zu erhöhen. Doch Lehmann kann gegen Marcus Berg gerade noch den Winkel verkürzen, so das der Schwede seinen möglichen zweiten Treffer nicht erzielen kann. Das Spiel wogt nun hin und her. Denn kurz darauf hat Chiprian Marica die große Chance zum Ausgleich. Doch wieder ist Rost auf dem Posten und kann den Ball mit einer Glanzparade zur Ecke lenken. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ist ein Trochowski Schuss nicht platziert genug und für Mladen Petric nicht erreichbar, so das der Ball am Tor der Gastgeber vorbeigeht. Doch noch vor dem Wechsel hat der Nationalspieler die Chance zu erhöhen, doch Lehmann lenkt seinen Freistoss über die Torlatte. Nach der anschließenden Ecke, verzieht Rincón aus der Distanz.

Nach dem Seitenwechsel, versuchen die Gastgeber das Spiel zu bestimmen. Nach einer Hleb Hereingabe in der 50. Minute, kann HSV Abwehrchef Joris Mathijsen gerade noch vor dem einschussbereiten Pogrebnyak klären. Die Gäste bleiben bei ihren Kontern aber weiter gefährlich. Nach einem Zuspiel von Tunjay Torun, kann sich Marcus Berg den Ball allerdings nicht erlaufen. In der 53. Minute kommt Gebhart, nach Molinaro Flanke, frei zum Kopfball, doch Rost hat keine Mühe, den Ball zu parieren. Doch in der 55. Minute ist es soweit. Nach schöner Hleb Vorarbeit, zieht Christian Träsch aus vierzehn Metern ab und schießt unhaltbar für Rost, zum verdienten 1:1 Ausgleich für die Schwaben ein.

In der 59. Minute beinahe die Führung für den VFB. Einen Schuss von Roberto Hilbert kann Rost parieren, den Nachschuss setzt Marica knapp neben dem linken Pfosten. Im Gegenzug setzt Marcus Berg den Ball am herausstürzenden Lehmann, aber auch knapp am VFB Tor vorbei. In der 63. Minute zieht HSV Kapitän David Jarolim ab, doch der Ball geht am Tor vorbei. In der 65. Minute ist es dann soweit. HSV Trainer Bruno Labbadia bringt Ruud van Nistelrooy für den angeschlagenen Mladen Petric. Es ist der erste Einsatz von „Van the Man“, im HSV Trikot, über einen längeren Zeitraum. Der HSV versucht, das Spiel zu beruhigen, denn die Stuttgarter gehen mit viel Tempo zu Werke.

Doch eine Viertelstunde vor dem Abpfiff, hat „Van the Man“ dann seinen ersten großen Auftritt in der Bundesliga. Binnen neunzig Sekunden entscheidet er die Begegnung. Nach einer Flanke von David Rozehnal ist es dann Ruud van Nistelroyy, der zur 2:1 Führung für den HSV einschießt. Doch damit nicht genug. Nur zwei Minuten später ist „Van Goal“, wie der Niederländer auch ehrfurchtsvoll genannt wird, wieder zur Stelle und kann ein Zuspiel von Marcus Berg verwandeln und so auf 3:1 für den HSV erhöhen. Vier Minuten vor dem Abpfiff, hat van Nistelrooy gar die Chance auf seinen dritten Treffer. Mit einem „Bauerntrick“, der Niederländer dreht sich um einen Gegenspieler, zieht der Torjäger aus kurzer Distanz ab, doch der Ball geht an den rechten Außenpfosten.

In der Schlussphase, behält der HSV, im Gegensatz zum Gastspiel beim 1. FC Köln in der Vorwoche, die Ruhe und spielt seine Zwei Tore Führung souverän runter. Am Ende steht ein über neunzig Minuten glücklicher Sieg für den HSV, der aber auch als nicht unverdient zu bezeichnen ist, da der HSV in der Person Ruud van Nistelrooy, einfach effizienter war. Der Winterneuzugang des HSV, war nach dem Spiel dementsprechend glücklich. „Es ist natürlich fantastisch, wenn man so reinkommt und versuchen will, in fünfundzwanzig Minuten ein Tor zu machen und es dann sogar zwei werden. Beim Warmmachen habe ich schon auf die Uhr geschaut und gedacht es wird Zeit, dass ich reinkomme. Ich bin in Hamburg von der Mannschaft und den Fans sehr freundlich aufgenommen worden. Darum bin ich nach meinem ersten Tor auch gleich in Richtung unserer Fans gelaufen. Es war schön, dass ich so schnell etwas zurückgeben konnte“, sagte der Niederländer mit einem entspannten lächeln, schaute aber schon auf die nächsten Aufgaben.

„Heute sind wir alle glücklich, über die drei gewonnenen Punkte. Doch nächste Woche stehen zwei schwere Spiele, in sehr kurzer zeit auf dem Programm“, gehen van Nistelrooy und Co., entspannt aber mit stolz geschwellter Brust in ihr anstehendes Heimspieldoppelpack. Denn am kommenden Donnerstag, 18. Februar, um 21.05 Uhr, erwartet man den Ex-Club von van Nistelrooy, den PSV Eindhoven, im Euroleaguehinspiel in der heimischen HSH Nordbank Arena. Nicht einmal 40 Stunden später, am Sonnabend, 20. Februar, ist um 15.30 Uhr, die Eintracht aus Frankfurt in der Bundesliga zu Gast. Doch mit „Van the Man“, sollten weitere Erfolgserlebnisse drin sein.

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