Seit fast einem Jahr ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft gegen Schwenker und Serdarusic wegen des Verdachts der Schiedsrichterbestechung. Bis zur entgültigen Eröffnung des Verfahrens könnten jedoch noch weitere Monate vergehen. Zunächst haben die beiden Beschuldigten Zeit Stellungnahmen abzugeben, dann kann die Strafkammer selbst auch noch Ermittlungen veranlassen und Zeugen hören.
Nach Informationen des "Spiegel" sollen vor allem zwei Überweisungen des THW Kiel in Höhe von 92.000 Euro auf ein Konto des Kroaten Nenad Volarevic im Fokus stehen. Die Ermittler zweifeln an der bisherigen Darlegung der Geschehnisse, wonach Volarevic nur als Kontaktmann und Tippgeber Zahlungen entgegengenommen habe. Es besteht der Verdacht, dass die Gelder unter anderem dafür genutzt wurden, um die Schiedsrichter des Champions-League-Finales im April 2007, zu bestechen. Das polnische Schiedsrichtergespann bestreitet diese Vorwürfe jedoch vehement.
Gegner im Champions-League-Finale 2007 war damals die SG Flensburg-Handewitt. Die Vereinsführung der SG prüft seit einigen Monaten zusammen mit dem Sportrechtler Thomas Summerer mögliche Schadensersatzansprüche. Gegenüber dem "Spiegel" sprach Summerer von "stichhaltigen Indizien", dass das Finale manipuliert worden sei.
(wir werden in den kommenden Tagen ausführlich darüber berichten)
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