1. Januar 2012 - 12:53 Uhr

Unruhige aber typische Silvesternacht für Feuerwehr und Polizei

Diverse Müll- und Kleidercontainer gerieten in der Nacht in Brand (Foto:Benjamin Nolte)
Auch auf dem Hof von Farben Sörensen brannte es (Foto:Benjamin Nolte)
In der Nähe des Deutschen Hauses brach ein 5 Meter großer Ast von einem Baum ab (Foto:Benjamin Nolte)
Glücklicherweise wurde niemand verletzt (Foto:Benjamin Nolte)
An der Schiffbrücke kam es zu diversen Schlägereien (Foto:Benjamin Nolte)
Flensburg (bno) - Was für die einen die vielleicht schönste und aufregendste Partynacht des Jahres ist, bedeutet für viele andere eine Menge Arbeit. So hatten auch Silvester 2011 Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Das Einsatzaufkommen ist in am Silvesterabend und der Neujahrsnacht immer besonders hoch. In Flensburg musste die Berufsfeuerwehr zu knapp 15 Einsätzen innerhalb weniger Stunden ausrücken. Meist handelte es sich um brennende Müll- oder Kleidercontainer, die schnell abgelöscht waren.

Kurz nach Mitternacht wurde es dann hektisch. Anrufer meldeten der Feuerwehr einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Waldstraße. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr, eine freiwillige Feuerwehr, mehrere Rettungswagen und ein Notarzt machten sich auf den Weg zum vermeindlichen Einsatzort. Vor Ort angekommen stellte sich schnell heraus, dass einzig die Böller- und Raketenschlacht, die zu diesem Zeitpunkt in der Straße tobte, Ursache für die Rauchentwicklung war. Statt den Rettungskräften dankbar zu sein, wurden die Fahrzeuge mit Raketen und Böllern attackiert.

Nun folgten die Einsätze beinahe im Minutentakt. An vielen Stellen der Stadt gerieten Mülleimer oder Müllcontainer in Brand. Auch eine Matratze in der Schultze-Delitzsch-Straße fing Feuer und musste gelöscht werden. Kurz nach drei brannte es auf dem Hof von Farben Sörensen, große Mengen Pappe waren in Brand geraten. Auch hier konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr schlimmeres verhindert werden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Der vorherige Einsatz war noch nicht einmal beendet, da lief der nächste Notruf auf, dieses Mal ein Einsatz, der nicht in die Kategorie "typischer Silvestereinsatz" einzuordnen ist. Ein rund fünf Meter großes Teilstück eines Baumes war plötzlich abgebrochen und zwischen Deutschem Haus und Flensburg Galerie auf Gehweg und Fahrbahn gefallen. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt weder ein Fußgänger, noch ein PKW unter dem Baum, obwohl der Bereich aufgrund der großen Silvesterparty im Deutschen Haus stark frequentiert war. Die Feuerwehr zersägte den Baum und machte die Fahrbahn in Richtung ZOB wieder passierbar.

Auch auf Seiten der Polizei und des Rettungsdientes wurden den Abend und die Nacht über etliche Einsätze gezählt. Besonders stressig wurde es nach Mitternacht. Alle paar Minuten kam es zu Körperverletzungen, größeren Schlägereien oder anderen Streitigkeiten im Stadtgebiet. Alle verfügbaren Rettungswagen und der Flensburger Notarzt waren im Dauereinsatz. Neben den Opfern von Körperverletzungen mussten vor allem Patienten versorgt werden, die zu tief ins Glas geschaut hatten und in hilfloser Lage aufgefunden wurden. Auch Verletzungen durch Böller und Raketen sind für Silvester leider typisch. Meist blieb es jedoch bei leichten Verbrennungen oder Prellungen. Kurz nach vier kam es an der Flensburger Schiffbrücke in einer Diskothek zu einer Schlägerei mit etlichen Beteiligten. Ein Großaufgebot der Polizei beruhigte die Lage. Kurz darauf erneut eine körperliche Auseinandersetzung an gleicher Stelle. Hier wurde eine Person schwer am Kopf verletzt.

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