1. März 2010 - 20:22 Uhr

Vollsperrung der A215 in Kiel durch die Polizei – 21 Rocker kontrolliert

Vollsperrung der A215 bei Kiel durch die Polizei
21 Personen wurden durch die Polizei kontrolliert
Wieder fand die Polizei Waffen bei den Kontrollen
Kiel (bno) - Mehr als 100 Polizeibeamte aus Kiel und Eutin sorgten am Montagmittag für eine beispiellose Polizeiaktion auf der A215 in Höhe des Westrings in Kiel. Aus Hamburg hatten sich am Vormittag elf dunkle Fahrzeuge auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. In den Fahrzeugen 21 Personen aus dem Umfeld der Hells Angels. Diese wollten einen ihrer Kameraden in die Justizvollzugsanstalt nach Kiel begleiten, weil er sich geweigert hatte in einem Prozess auszusagen verurteilte ihn ein Hamburger Gericht zu einer Ordnungshaft.

Soweit eigentlich alles nicht schlimm, zu Straftaten oder Gefährdungen kam es auch nicht. Da die elf Fahrzeuge allerdings den Anschein erweckten sie würden in einer Kolonne fahren, sah sich die Polizei zum Eingreifen gezwungen. Die Kieler Polizei bezog mit Unterstützung durch die Einsatzhundertschaft aus Eutin Stellung am Ende der A215 in Kiel. Kurzerhand wurde die Autobahn vor dem Westring voll gesperrt und jedes der Fahrzeuge genau unter die Lupe genommen.

Es bestand der Verdacht, dass der Fahrzeugkonvoi auch durch das Stadtgebiet gelenkt werden sollte. Diese "Kolonnenfahrten" gingen in der Vergangenheit stets mit verkehrsrechtlichen Verstößen und Gefährdungen der übrigen Verkehrsteilnehmer einher. Zur Verhinderung dieser Rechtsverletzungen stoppten die Einsatzkäfte die durchweg hochwertigen Fahrzeuge aus Hamburg und dem Hamburger Umalnd gegen 12.30 Uhr.

Bei der Kontrolle und Durchsuchung der insgesamt 21 Insassen, sowie der elf Fahrzeuge stellten die Polizisten drei so genannte Einhandmesser, zwei Teleskopschlagstöcke und eine Machete sicher. Eine Person war zudem im Besitz von Marihuana. Die Beamten schrieben vier Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Gegen 20 Personen ergingen Platzverweise, die von allen Betroffenen widerstandslos befolgt wurden. Nach rund einer Stunde waren die Maßnahmen auf der A215 beendet. Während dieser Zeit kam es in diesem Bereich zu Verkehrsbehinderungen.

Mit dieser Aktion machte die Landespolizei Schleswig-Holstein deutlich, dass nun auch verstärkt präventiv gegen die Rocker im Land vorgegangen werden soll, auch wenn die Fahrzeugkolonne dieses Mal in friedlicher Absicht unterwegs gewesen ist und nur einen "Bruder" in die JVA begleiten wollte.



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