28. August 2010 - 10:43 Uhr

Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler zu Besuch in Flensburg

Bundesminister Dr. Philipp Rösler zu Besuch in Flensburg (Foto: A. Thomsen)
Bundesminister Dr. Philipp Rösler Beim Rundgang durch das St. Franziskus-Hospital (Foto: A. Thomsen)
Bundesminister Dr. Philipp Rösler bei der anschließenden Pressekonferenz (Foto: A. Thomsen)
Bundesminister Dr. Philipp Rösler zu Besuch in Flensburg (Foto: A. Thomsen)
Flensburg (alt) - Gestern um 14:00 Uhr besuchte der Bundesminister für Gesundheit Dr. Philipp Rösler das Malteser St. Franziskus-Hospital. Er würdigte damit die langjährige Kooperation des Krankenhauses mit der Region Syddanmark im Bereich der onkologischen Versorgung. Nach einem Rundgang zeigte sich der Minister beeindruckt und lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Strahlentherapie als wichtiger Baustein in der Behandlung von Tumorerkrankungen
Das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital hat 2006 gemeinsam mit dem Ev. Luth. Diakonissenkrankenhaus (DIAKO) bei Beibehaltung der jeweiligen Souveränität den Medizinischen Klinik-Verbund Flensburg gegründet. Es wurden u.a. medizinische Doppelstrukturen aufgelöst und in der Folge jeweils nur an einem Krankenhaus die relevanten medizinischen Kompetenzen für die umfassende Diagnostik und Therapie eines Krankheitsbildes gebündelt und weiterentwickelt.

Die interdisziplinäre Behandlung onkologischer Patienten ist einer der klinischen Schwerpunkte des St. Franziskus-Hospitals. Die Strahlentherapie nimmt neben der Tumorchirugie und der Chemotherapie eine elementare Rolle in der Behandlung krebserkrankter Patienten wahr.

2001 schlossen das St. Franziskus und die Region Syddanmark ein Kooperationsvertrag. Seit dem werden jährlich etwa 300 dänische Patienten behandelt. Aufgrund der Mitfinanzierung eines zweiten Linearbeschleunigers durch die Dänen, konnte das Angebot der Strahlentherapie erweitert werden, was auch den deutschen Patienten kommt.

"Die grenzüberschreitende Kooperation, die die Bedürfnisse der betroffenen Patienten in den Mittelpunkt stellt, ist einzigartig, denn Flensburg ist offizieller, fest eingeplanter Standort für die Strahlenbehandlung von Tumorpatienten im dänischen Gesundheitssystem" so Dr. Hans-Jürgen Brodersen, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie am St. Franziskus-Hospital, der wie auch alle anderen Mitarbeiter der Klinik für Strahlentherapie auch dänisch spricht.

Klaus Deitmaring, Geschäftsführer des Malteser Krankenhauses: "Den dänischen Patienten wird es in Süddänemark freigestellt, ob sie eine Strahlentherapie in Vejle, Odense oder in Flensburg bevorzugen. Über 80% der Patienten entscheiden sich für uns und das ist ganz wesentlich der Verdienst unserer engagierten und hochmotivierten Mitarbeiter."

Im nächsten Jahr wird ein weiterer neuer Linearbeschleuniger in Betrieb genommen, eine Erweiterungsbaumaßnahme und die technologisch hochmodernste Gerätebereitstellung, die durch eine maßgebliche anteilige finanzielle Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein in Höhe von 3 Mio. Euro gefördert wird. Durch diese technische Neuerung wird die Anwendung neuester Therapiemethoden für die Zukunft ermöglicht werden.

Kommentare


comments powered by Disqus