Flensburg/Duisburg. Die Stadtwerke Flensburg GmbH sind mit dem Güte-Siegel „Top Job 2010“ für beispielhafte Personalarbeit ausgezeichnet worden. Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement ehrte die Flensburger am 28. Januar 2010 bei einem Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord. Der innovative Energieversorger aus dem Norden zählt damit zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand und gehörte bei der aktuellen Untersuchung im Rahmen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleichs „Top Job“ als einziges schleswig-holsteinisches Unternehmen zu den Gewinnern. Der Mittelständler überzeugte in der achten Runde der renommierten Wirtschaftsinitiative mit einem krisenfesten und dementsprechend erfolgreichen Personalmanagement. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Köhler, Geschäftsführer Matthias Wolfskeil und Personalleiter Stefan Schlage stellten in einer Pressekonferenz am 1. Februar 2010 in der Flensburger Stadtwerke-Zentrale die strategischen Ziele der Unternehmensgruppe und die Studienergebnisse vor.
Aufsichtsratsvorsitzender Peter Köhler und Geschäftsführer Matthias Wolfskeil sind überzeugt: „Die Auszeichnung zum Top-Arbeitgeber bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Kurs. Sie dokumentiert schwarz auf weiß, wie wichtig uns unsere Mitarbeiter sind.“ Der Erfolg zeige aber auch, dass die Stadtwerke Flensburg mit der vor knapp vier Jahren eingeleiteten Personalentwicklungskampagne "Schritt für Schritt" im Rahmen des gewünschten Kulturwandels auf dem richtigen Weg sei. So hätte sich das Unternehmen seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998/99 stark verändert, vom behördlich strukturierten kommunalen Versorger hin zu einem Unternehmen, das neben seinem weiter bestehenden Versorgungsauftrag auf neuen, sich stetig verändernden Märkten – auch außerhalb von Flensburg – operieren muss, um bestehen zu können. „Mit unserer breit angelegten Personalentwicklungskampagne "Schritt für Schritt" wollen wir deshalb unsere Mitarbeiter sensibilisieren, schulen und fit machen für den Wandel, für die künftigen Herausforderungen – und dies im menschlichen Miteinander, mit Freude bei der Arbeit und nachhaltig", ergänzt Personalleiter Stefan Schlage.
Der Energieversorger und -dienstleister hatte sich im Sommer 2009 erfolgreich dem strengen zweistufigen Top Job-Verfahren des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen gestellt. Dabei wurden die Managementinstrumente der Teilnehmer im Personalbereich bewertet und eine detaillierte Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Außerdem verpflichtete sich das Unternehmen zu einem fairen Umgang mit seinen Mitarbeitern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und unterzeichnete den „Top Job“-Ehrenkodex.
Gewürdigt wurden die Verdienste der Stadtwerke Flensburg in den Bereichen „Führung & Vision“, „Motivation & Dynamik“, „Kultur & Kommunikation“, „Mitarbeiterentwicklung & -perspektive“, „Familienorientierung & Demografie“ sowie „Internes Unternehmertum“. Insbesondere bei der „Mitarbeiterentwicklung & Perspektive“ sowie der „Familienorientierung & Demografie“ konnte das Unternehmen mit seinen 654 Beschäftigten (davon 63 Auszubildende) – jahresdurchschnittlich 2008 – überzeugen (im Stadtwerke-Konzern mit seinen Tochtergesellschaften waren 2008 jahresdurchschnittlich 958, 2009 bereits 1.020 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt). So ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit Arbeitsplatzsicherheit, Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen überdurchschnittlich gut. Mit gezielten Programmen, wie beispielsweise einem Work-Life-Balance-Konzept, sorgen die Schleswig-Holsteiner dafür, dass ihre Belegschaft den Spagat zwischen Familie und Beruf meistern kann. Teil dieses Konzepts ist etwa das flexible Einteilen der Arbeitszeiten. Damit Mitarbeiter während der Elternzeit auf dem Laufenden bleiben können, werden sie zu Hause von „Paten“ aus dem Kollegenkreis mit Informationen aus dem Unternehmen versorgt. Für Wiedereinsteiger wird es gegen Ende der Elternzeit ein Gespräch über künftige Aufgaben und Arbeitszeitmodelle geben. Zudem haben die Stadtwerke Flensburg ein Kontingent an Krippenplätzen in einer nahe gelegenen Kindertagesstätte. Auch ältere Mitarbeiter kommen bei ihrem Arbeitgeber nicht zu kurz. So gibt es ein Schichtmodell, das ihre Bedürfnisse berücksichtigt – es sieht kürzere Arbeitszyklen vor und bietet mehrere Wechsel in den Schichten. Programme zu Ernährung, Bewegung und Entspannung sind weitere Angebote für die Mitarbeiter 50+.
Nicht in allen Teilbereichen der Studie fielen die Umfrageergebnisse überdurchschnittlich gut aus. So werden in der 80-seitigen Studie auch Anregungen gegeben, um beispielsweise durch verstärkte Abgabe von Verantwortung und Eigeninitiative die Bindung an das Unternehmen weiter zu stärken. Auch um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen, sei die Auswertung sehr hilfreich. So wurde dem Wunsch nach einem offeneren Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern schon nachgekommen, indem zunächst Kurse und zur Jahreswende 2009/2010 auch in der 2. und 3. Führungsebene regelmäßige, qualifizierte Mitarbeitergespräche geführt werden.
Alle „Top Job“-Unternehmen werden auf der Website www.topjob.de und in dem von Bruch und Clement herausgegebenen Buch „TOP JOB – Die besten Arbeitgeber im Mittelstand“ präsentiert.



