13. Februar 2010 - 18:31 Uhr

Schrecklicher Tauchunfall in Flensburg - 48jähriger vermisst

Mit einem Großaufgebot suchten Rettungskräfte nach dem Taucher (Foto:Benjamin Nolte)
Taucher des THW mussten die Suche abbrechen (Foto:Benjamin Nolte)
Mit Wärmebildkameras suchte die Bundeswehr das Gebiet ab (Foto:Benjamin Nolte)
Feuerwehrleute ziehen ihr Boot wieder an Land (Foto:Benjamin Nolte)
(bno) - Gegen Mittag erreicht die Leitstelle in Harrislee der Notruf einer Sporttaucherin. Bei einem gemeinsamen Eistauchgang in der Flensburger Förde am Sportboothafen Fahrensodde hat sie ihren Tauchpartner verloren. Die beiden erfahrenen Taucher hatten einen gemeinsamen Eistauchgang geplant, der knapp über eine Stunde andauern sollte. Nach ersten Erkenntnissen verabredeten die beiden unter Wasser den Auftauchvorgang. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Luftvorrat noch ca. 15 Minuten. Im Laufe des Auftauchvorganges ist dann, aus bisher ungeklärten Gründen, der Sichtkontakt zwischen den beiden Tauchern abgerissen.

Während die Tauchpartnerin das Einstiegsloch erreichen konnte, erschien der 48 jährige Tauchpartner nicht an der Wasseroberfläche. Sofort setzte sie die Rettungskette in Gang. Die Flensburger Berufsfeuerwehr erreicht als erstes die Einsatzstelle und begann mit der weiträumigen Suche an der Eisoberfläche. Unterstützt wurde die Suche durch die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr, die mit der Suche unter der Wasseroberfläche begangen. Die Leitstelle alarmierte zusätzlich einen SAR Hubschrauber der Marine und den im Niebüll stationierten Rettungshubschrauber Christoph Europa 5. Mit Wärmebildkameras wurde die Oberfläche entlang der Unglücksstelle abgesucht, der Sea King Hubschrauber der Marine drehte eine Runde nach der anderen, erfolglos.

Da sich die Suche über ein sehr großes Gebiet erstrecken sollte alarmierte die Leitstelle zusätzlich die Tauchergruppe des THW Schleswig, die durch den Hubschrauber der Marine sehr schnell an die Einsatzstelle verbrachte werden konnten. Der 48 Jahre alte Taucher konnte auch nach mehreren Stunden nicht aufgefunden werden. Bei dem vermissten soll es sich um einen erfahrenen Tauchlehrer handeln, der bisher weit über 2000 Tauchgänge absolviert hat. Darüber hinaus soll er auch über Erfahrung im Eistauchen verfügt haben.

Über die Ursache zum Unglück können derzeit keine Angaben gemacht werden. Gegen 16:30 Uhr musste das THW den Tauchgang und die damit verbundene Suche nach dem Vermissten abbrechen. Die Gefährdung der Einsatzkräfte war aufgrund der Wetterlage zu groß, die Tauchgeräte der Suchmannschaften vereisten. Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus das der Taucher nicht mehr lebend gerettet werden kann. Lässt es die Wetterlage zu soll am Sonntag die Suche fortgesetzt werden.

Aufgrund der vorherrschenden Strömung kann der vermisste Taucher bereits weit abgetrieben sein. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Spaziergänger eventuelle Beobachtungen entlang der Flensburger Förde der Polizei über 110 mitzuteilen.


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