10. Januar 2010 - 18:46 Uhr

Hochwasser in Flensburg - Schneeverwehungen im Kreisgebiet (Bildergalerie)

Hochwasser am Samstagabend (Foto:Benjamin Nolte)
Nicht jeder entfernte sein Auto rechtzeitig (Foto:Benjamin Nolte)
Der Anleger der Alexandra (Foto:Benjamin Nolte)
Viele nutzten das seltene Schauspiel für einen Spaziergang (Foto:Benjamin Nolte)
Kein Durchkommen, auch nicht für die Polizei (Foto:Benjamin Nolte)
(bno) - Bereits am Samstagnachmittag konnte man an der Flensburger Hafenspitze ein seltenes Schauspiel bewundern. Durch den stürmischen Ostwind wurden mehr und mehr Wassermassen in die Flensburger Förde gedrückt, die drohte über die Ufer zu treten. Im Laufe des Abends stieg der Pegel weit über die 6 Meter Marke und die Förde trat über die Ufer. Von Norderhofenden bis zum Nordertor war der Verkehr stark beeinträchtigt beziehungsweise die Straße komplett gesperrt.

Hochwasser ist in Flensburg eigentlich nicht selten, Hochwasser mit Schnee und Eis jedoch schon. Das Kontrollboot des Zolls am Anleger schwankte bedrohlich, war jedoch ausreichend gesichert. Viele Anwohner kamen nicht mehr trockenen Fußes aus ihren Häusern. Für die Diskotheken- und Kneipenszene in Flensburg war es ein umsatzschwacher Abend, viele Kneipen mussten schließen, weil Wasser einzulaufen drohte, andere spürten das Hochwasser, weil kaum Gäste durch das Wasser den Weg suchten. Erst am Sonntagnachmittag ging das Wasser im Flensburger Hafen zurück und gab die Schiffbrücke für den Verkehr wieder frei. Zu nennenswerten Verkehrsproblemen kam es während der Hochwasserphase jedoch nicht, der Verkehr wurde Richtung Norden durch die Norderstraße und in Richtung Süden über die Duburger Straße umgeleitet. Das Ostufer war vom Hochwasser nicht betroffen.

Probleme im Rettungsdienst

Während das Tief "Daisy" die Stadt Flensburg "nur" mit Hochwasser heimsuchte, war die Situation im Kreisgebiet wesentlich schlimmer. Schneeverwehungen beeinträchtigten den Straßenverkehr enorm. Am Samstag kam es aufgrund der Wetterlage zu zwei schweren Verkehrsunfällen in Husby und Handewitt (wir berichteten). Tief "Daisy" sorgte am Sonntagvormittag für Schwierigkeiten im Rettungsdienst. Starker Wind hat für Schneeverwehungen im gesamten nördlichen Landesteil gesorgt. Trotz der an den Rettungswagen installierten Anfahrhilfen fuhren sich Rettungswagen bei Einsätzen im Kreisgebiet in den Schneewehen fest. Aus diesem Grund entschied der Leitungsdienst der Flensburger Berufsfeuerwehr, in Absprache mit dem diensthabenden Schichtführer der Leitstelle Nord, die Flensburger Einsatzmittel, bei Einsätzen im Kreisgebiet, von allradbetriebenen Rüstwagen begleiten zu lassen. Der allradgetriebene Geländewagen vom Typ BMW X5, mit dem der Notarzt unterwegs ist, hatte zwar weniger Probleme im Schnee, doch kann er keine Patienten transportieren.


Weitere Bilder finden Sie in hier in einer Bildergalerie: Hochwasser und Unfälle durch Tief "Daisy"



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