6. Januar 2012 - 15:32 Uhr

Auf den Sturm folgte das Hochwasser

Weite Teile der Schiffbrücke standen am Freitag unter Wasser (Foto:Benjamin Nolte)
Einige Autofahrer machten sich einen Spass daraus durch die Wassermassen zu fahren (Foto:Benjamin Nolte)
Viele genossen das Naturschauspiel am Freitagnachmittag (Foto:Benjamin Nolte)
Flensburg (bno) - Seit den Morgenstunden stehen weite Teile der Flensburger Schiffbrücke unter Wasser. Unaufhaltsam stieg das Wasser im Verlauf des Vormittages weiter an und erreichte schließlich die Kaimauer. Etwa 1,40m über Normal dürfte der Wasserstand betragen. Den Höhepunkt erreichte das Hochwasser am frühen Nachmittag gegen 13 Uhr, knietief stand es an weiten Teilen. Die Polizei ließ mit Hilfe des TBZ die Schiffbrücke für den Fahrzeugverkehr sperren. Lediglich Busse und Rettungsfahrzeuge durften passieren.

Hier geht es zur Bildergalerie: Hochwasser in Flensburg

Viele unverbesserliche Autofahrer fuhren jedoch an den Schildern vorbei in die Wassermassen der Ostsee. Das diese herbeigeführte "Unterbodenwäsche" für die Fahrzeuge extrem schädlich sein kann, interessierte die Fahrzeugbesitzer offensichtlich nicht. Dadurch, dass die Schiffbrücke unpassierbar war, bildeten sich auf den Ausweichstrecken lange Staus. Vielerorts in Flensburg brauchte man am Freitag Geduld.

Grund für das Hochwasser war der tagelange stürmische Westwind, der das Wasser aus der Flensburger Förde in die Ostsee drückte. Nun, wo der Wind nachgelassen hat, schwappte das Wasser zurück und somit kam es zu Überflutungen.

Was für Verkehrsteilnehmer und Ladenbesitzer an der Schiffbrücke Stress und Chaos bedeutet, ist für etliche Passanten eine wahre Freude. Hunderte zog es am Freitag an den Hafen um das Naturschauspiel zu bewundern und zu fotografieren.

Nennenswerte Schäden durch das Hochwasser gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Kommentare


comments powered by Disqus