11. Februar 2010 - 16:55 Uhr

Ralf Schmitz bringt das Deutsche Haus zum Kochen

Ralf Schmitz im Deutschen Haus (Foto:Benjamin Nolte)
Ralf Schmitz mit heruntergelassener Hose (Foto:Benjamin Nolte)
Ralf Schmitz im Deutschen Haus (Foto:Benjamin Nolte)
(bno) - Comedy ist meist Geschmackssache, nicht jeder Künstler kommt bei jedem gut an. Bei Ralf Schmitz hatte man vergangenen Mittwoch den Eindruck, dass dieses kleine, quirlige Improvisationstalent auf der Bühne gar nichts falsch machen kann. Von Sekunde eins bis zum Ende waren die gut tausend Zuhörer im Deutschen Haus ausnahmslos begeistert. Schmitz, der gerne einen Volkshochschulkurs mit dem Titel "Mama verstehen leicht gemacht" einführen will, verstand es das Publikum mit einzubinden.

Schmitz ist anders als die üblichen Bühnenprogramme anderer Künstler. Er lässt das Publikum nicht in Ruhe, bindet es mit ein, improvisiert immer wieder mit ausgewählten Personen aus den ersten Reihen auf der Bühne. Wo die Reise auf der Bühne hingeht entscheidet nicht nur Ralf Schmitz selbst, nein das Publikum hat ein gehöriges Wörtchen mit zu reden und gibt nicht selten eine ganz neue Richtung vor.

Ein ganz besonderes Highlight seiner Bühnenshow der 90. Geburtstag von Gunda, oder wie man es vielleicht besser geht, "Dinner for one". Gunda aus einer der ersten Reihen des Publikums genoss schon von Beginn an die Aufmerksamkeit von Schmitz, was nicht zuletzt am recht seltenen Vornamen lag. Für viele ist "Dinner for one" ein absolutes Muss zu Silvester, doch wer die Interpretation von Ralf Schmitz kennt, der könnte sich auch gut die Neuauflage im Fernsehen vorstellen. Die üblichen Gäste, wie man sie von Silvester kommt, mussten einigen Lieblingen von Schmitz weichen. So saßen rechts und links neben Gunda Hans Moser, Heinz Rümann, Heinz Erhardt und Rudi Carell. Das deutsche Haus tobte, erlebte eine einzigartige Show auf der Bühne mit Ralf Schmitz als Buttler.

Einzigartig, witzig und mit viel Improvisation ging der Abend dem Ende entgegen. Schmitz ließ auch tiefe Einblicke in sein Privatleben zu. Eines seiner privaten Lieblingsthemen, sein Haustier, eine Katze. "Ich habe eine Katze, die ist 24, ist taub, hat Alzheimer, das volle Programm. Alle Katzen haben einen Knall, doch meine hat`s erfunden…", berichtet Schmitz. Über zwei Stunden rannte, hüpfte und sprang Schmitz über die Bühne im Deutschen Haus ehe nach zweimaliger Zugabe endgültig Schluss war. Ein Abend, den viele so schnell nicht vergessen und manch einem haben die Lachmuskeln wohl auch am nächsten Tag noch weh getan.

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