18. Dezember 2009 - 1:34 Uhr

Horst Lichter begeistert Publikum im Deutschen Haus

Horst Lichter im Deutschen Haus (Foto:Benjamin Nolte)
Horst Lichter im Deutschen Haus (Foto:Benjamin Nolte)
Horst Lichter im Deutschen Haus (Foto:Benjamin Nolte)
(bno) - Vergangenen Sonntag kam das Publikum im Deutschen Haus in den Genuss den Starkoch Horst Lichter mit seinem Soloprogramm live zu erleben. "Sushi ist auch keine Lösung", unter diesem Motto tourt Lichter zur Zeit durch die ganze Republik und begeistert tausende mit einer Mischung aus Witz und Tipps rund um das Thema Kochen. Von Beginn an legte Lichter gleich richtig los, ein derber Spruch jagte den nächsten.

Das Koch- und Essverhalten der Deutschen hat sich laut Lichter in den vergangenen Jahren stark verändert. Hoch im Kurs steht heute zum Beispiel Rohkost, ganz zum Unmut von Lichter: "Habe ich Hufe, trage ich einen Sattel? Rohkost steht für Magerwahn. Überall laufen Knochenmobiles mit Kleidung herum, eine Art lebende Röntgenbilder." Ein wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang auch an alle Vegetarier, eine Spezies die Lichter nicht unbedingt am liebsten hat. "Liebe Vegetarier, habt ihr schon einmal überlegt, warum dieses Essen selbst Kühen wieder hochkommt? Vegetarier kriegen keine Falten, nein, sie werden welk, die brauchst du auch nicht beerdigen, die kann man kompostieren", wenn Lichter einmal in redet, kann man ihn kaum stoppen. Von Beginn an waren die Zuschauer jedoch begeistert.

Selbst der Gourmet Horst Lichter ernährt sich nach Trennkost, "erst die Chips, dann das Bier", so der 47jährige. Lichter erzählte den Flensburger auch Anekdoten aus seiner Familie, sein Opa zum Beispiel hat Tofu-Würstchen zum Abdichten von Fenstern benutzt. Ein paar Hinweise an alle die keine Ahnung vom Kochen und von Küchenutensilien haben, erhielten eine Nachhilfestunde: "Einen Teelöffel kannste stundenlang brühen, es gibt kein Tee und ein Eierlöffel hat kein Dotter."

Müssen Kartoffelesser demnächst ihre Mahlzeiten vor dem Restaurant zu sich nehmen? Horst Lichter klärt Deutschland zur Zeit auf wie gefährlich doch Gemüse wie Kartoffeln, Blumenkohl oder Tomaten sind. "In einer Kartoffel, im Blumenkohl und in Tomaten sind Suchtmittel, nämlich Nikotin. Ich sehe uns schon vor dem Restaurant neben den Rauchern stehen. Wenn Merkel das wüsste, dann kriegt man Kartoffeln demnächst nur noch mit EC-Karte am Automaten.

Auch die Live-Koch-Experimente auf der Bühne im Deutschen Haus lösten immer wieder Begeisterungsstürme aus. Kartoffelbrei mit Leberwurst oder Pesto erregte mit am meisten Aufsehen und wird demnächst bestimmt auf dem einen oder anderen Esstisch serviert.
Nach rund zwei Stunden interessanter und amüsanter Unterhaltung der Extraklasse verließen alle gut gelaunt den Saal und es hatte den Anschein, dass niemand auch nur im geringsten den Kauf der Karte bereut hatte.

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