28. Oktober 2009 - 18:54 Uhr

Jan Delay in Flensburg - 1. November Deutsches Haus

Jan Delay (Pressefoto)
Jan Delay (Pressefoto)
Glam, Glanz und Glitter werden die bestimmenden Modefarben im Herbst. Die nebligen Tage werden absolut funky. Die Musik wird so derbe sein, dass das graue, kalte, nasse Draußen plötzlich soulful zu strahlen beginnt. Ein wirklich goldener Oktober steht uns bevor. Oder seien wir ehrlich: In Flensburg wird es der 1. November sein. Wer dafür verantwortlich ist, dürfte ja wohl klar sein: Jan Delay und seine Disko No.1 kommen ins Deutsche Haus.

„Flensburg mag ich gerne“, freut sich Jan Delay schon jetzt auf den Auftritt, „da habe ich schon früher mit oft mit den Beginnern gespielt. Überhaupt liebe ich Schleswig-Holstein, das ist mein Lieblingsbundesland. Die haben eine schöne Natur und sind so schön furztrocken, noch viel trockner als wir Hamburger. Das mag ich gerne. Außerdem können sie feiern.“

Und feiern werden sie schon am 14. August, wenn das neue Album „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ erscheint. Denn die Platte hat alles, was schon „Mercedes Dance“ ausgemacht hat. Aber alles ist noch eine Nummer größer, lauter, klarer, fetter. Die Produktion war der schiere Wahnsinn. So viel Aufwand – von der Entscheidung für das Tonstudio, in dem 48-spurig (!) und analog (!) aufgenommen wurde bis zur endgültigen Abmischung – ist schon lange für keine Platte mehr betrieben worden. Das hört man. Und nun soll es live eine Menge auf die Augen und Ohren geben. Wenn man fetten Funk spielt, dann soll man ihn auch sehen können.

Schon die Bühne, an der bereits seit einem Jahr gearbeitet wird, ist ein shiny-shiny Meiterstück: Boden, Rückwand, Seitenwände, Decke, alles wird komplett mit schwarzen Lackplatten verkleidet, in denen die Band heftiger reflektiert wird als in einem Spiegelkabinett. Natürlich wird der Spannungsbogen gehalten: Wenn der Vorhang hochgeht, wird davon noch gar nichts zu sehen sein. Alles ist mit weißen Shawls verhangen, die nach und nach fallen, bis alles strahlend zum funky Höhepunkt strebt. Selbst die Beleuchtungsanlage ist etwas Besonderes. Eigens für diese Tour entwickelt und teilweise neu erfunden, sorgt sie zusammen mit der millimetergenauen Videoprojektion dafür, dass Jan Delay und Disko No.1 stets im besten Licht dastehen. Und der Clou daran: Die Bühne ist modular so geplant, dass sie auch an kleinere Hallen angepasst werden kann.

Dazu passend wird die Band eingekleidet. Waren bisher die schwarz-weißen Tuxedos das Markenzeichen, so hat ihr jetzt Bent Angelo Jensen, der Chefdesigner bei Herr von Eden, eine wahnsinnige Garderobe auf die Leiber geschneidert: Anzüge in Pastellfarben, in türkis, lachs und magenta. Wer sich an Robert De Niro in „Casino“ erinnert, ahnt ungefähr, wie die Teile aussehen. Die Backgroundsängerinnen werden ebenfalls neu eingekleidet, in Maßpaillettenkleider in silber und gold. Wer auch nur einen Funken Fantasie hat, sieht diese bunten Punkte über die Lackbühne wirbeln. „Wir wollten mit unserer Show, die mit den größten Shows in Deutschland mithalten kann, genau den Glam verbreiten, wie wir es mit unserer Musik tun“, sagt Jan Delay, „wir spielen auf der neuen Platte genau den Funk, den wir uns immer vorgestellt haben und den wir bei ‚Mercedes Dance‘ noch nicht ganz erreicht hatten. Das soll sich jetzt auch live widerspiegeln – im wahrsten Sinne des Wortes.“

Doch die ganze Show wäre natürlich nichts ohne die Musik. Ohne zu viel über „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ zu verraten: Präziser, funkiger, souliger, mehr auf den Punkt waren Jan Delay und Disko No.1 noch nie. Egal ob Bläsersätze, Balladen oder Big-Band-Sound, so etwas hat man in Deutschland noch nicht gehört, und ohne Übertreibung darf man sagen, dass auch international so eine Klangfülle kaum noch erreicht wird. Was die Band zusammen mit Produzent Matthias Arfmann und Mixer Kaspar Wiens (besser bekannt als Tropf) da rausgehauen hat, ist schlicht einmalig und wahnsinnig. Das wird auch live zu hören sein: „Wir werden natürlich viele Stücke der neuen Platte spielen und sind jetzt schon traurig, dass wir so viele Lieder weglassen müssen, die wir gerne mögen“, sagt Delay, „aber das sind Luxusprobleme.“ Und Flensburg kann sich sicher sein: Das Abschlusskonzert der Tour wird ein echtes Erlebnis, denn nach drei Wochen unterwegs wird der Zug, der da aus dem Bahnhof Soul rollt, volle Fahrt aufgenommen haben.

Alle Termine der Tour:
9. Oktober 2009 Bielefeld – Ringlokschuppen
10. Oktober 2009 Bremen – Pier2
11. Oktober 2009 Köln – Palladium
12. Oktober 2009 Frankfurt – Jahrhunderthalle
14. Oktober 2009 A-Hohenems – Eventcenter
15. Oktober 2009 A-Wien – Gasometer
16. Oktober 2009 A-Graz – Stadthalle
17. Oktober 2009 Würzburg – s.Oliver Arena
19. Oktober 2009 Freiburg – Rothaus Arena
20. Oktober 2009 Balingen – Volksbank Messe
21. Oktober 2009 CH-Uetendorf – TUS Sportzentrum
22. Oktober 2009 Saarbrücken / St. Ingbert – mech. Werkstatt
24. Oktober 2009 Dortmund – Westfalenhalle2
26. Oktober 2009 Berlin – Columbiahalle
27. Oktober 2009 Hannover – AWD Halle
29. Oktober 2009 Chemnitz – Stadthalle
30. Oktober 2009 Kassel – Eissporthalle
31. Oktober 2009 Rostock – Stadthalle
1. November 2009 Flensburg – Deutsches Haus

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